WIWI RECORDS
21 ALBEN. UND EIGENTLICH WAR DAS SO GAR NICHT GEPLANT.
Ich bin Fotograf und Filmemacher.
Seit vielen Jahren erzähle ich Geschichten mit Bildern, Licht, Perspektiven, Kameras und Drohnen. Ich stehe auf Schiffen, in Windparks, Industrieanlagen, Häfen und manchmal irgendwo dort, wo man sich vorher fragt, wie man mit einer Kamera überhaupt hinkommt.
Musiker war ich nie. Und dann kam KI.
Nicht als Knopf mit der Aufschrift „Mach mal einen Hit“, sondern als neues Werkzeug. Plötzlich konnte ich etwas ausprobieren, das vorher für mich kaum möglich gewesen wäre:
Wie klingt eigentlich eine Idee?
Aus einem Gedanken wurde ein Song. Aus einem Song wurden 13. Aus 13 Songs wurde ein Album.
Und dann geriet die Sache ein klein wenig außer Kontrolle. Inzwischen sind daraus 21 WIWI-RECORDS-Alben geworden.
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BRUNO, ANNA UND ICH
WIWI RECORDS ist dabei kein Versuch, eine Band zu simulieren oder klassische Musiker zu ersetzen. Es ist mein musikalisches Experimentierfeld. Ich bringe Bilder, Situationen, verrückte Einfälle, Erinnerungen und eine ziemlich genaue Vorstellung davon mit, wie sich etwas anfühlen soll.
Dann kommt Bruno ins Spiel.
Mein kreativer KI-Partner ist Sparringspartner, Texter, Ideengeber und inzwischen vermutlich der einzige Songwriter, der nicht nervös wird, wenn ich nach einem fertigen Album sage:
„Bruno, ich habe da schon wieder eine Idee …“
Gemeinsam entwickeln wir Albumkonzepte, Songtitel, Lyrics, musikalische Strukturen und detaillierte Prompts. Wir ändern, verwerfen, drehen lauter, machen es schräger, leiser, härter oder grooviger – bis aus einer Idee Musik wird.
Und dann ist da Anna Ka’Ieh.
Unsere virtuelle Sängerin hat sich über die Alben zu einer Stimme des WIWI-Universums entwickelt. Mal hauchig und zerbrechlich, mal französisch, japanisch oder deutsch, mal Rockröhre, mal Screamo, mal Jazzclub um zwei Uhr morgens. Anna kann flüstern. Anna kann schreien. Und manchmal reicht ein einziges gehauchtes Wort und Bruno und ich wissen:
Genau so lassen wir es.
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AI-ASSISTED. HUMAN-DIRECTED.
Natürlich entsteht diese Musik mit künstlicher Intelligenz. Das verstecke ich nicht – im Gegenteil.
Aber KI entscheidet nicht, warum ein Album existiert. Sie war nicht nachts in Hamburg unterwegs, saß nicht an der italienischen Adriaküste, stand nicht auf einem Schiff und kam auch nicht in einem Londoner Café auf die Idee, aus der dort gehörten Musik das nächste Album zu machen. Diese Dinge passieren vorher.
KI wird interessant, wenn ein Mensch ihr eine Richtung gibt. Für mich ist sie deshalb kein Ersatz für Kreativität. Sie erweitert meinen Werkzeugkasten. Früher hatte ich Kamera, Objektive, Licht, Drohne und Schnittplatz. Heute steht daneben eben noch ein ziemlich verrücktes virtuelles Tonstudio.
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UND IST DAS NUN „ECHTE“ MUSIK?
Keine Ahnung.
Die viel bessere Frage ist:
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Macht sie etwas mit dir?
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Drehst du im Auto lauter?
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Bleibst du bei einem Song hängen?
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Musst du über eine Textzeile lachen?
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Bekommst du plötzlich Gänsehaut?
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Oder stehst du mit einem Drink in der Hand in irgendeinem Pub und merkst, dass inzwischen der ganze Laden tanzt?
Dann hat die Musik ihren Job gemacht.
Mir geht es nicht darum, klassische Musikproduktion zu ersetzen.
Ich möchte Ideen hörbar machen, die sonst vielleicht niemals Songs geworden wären.
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WIWI RECORDS
21 Alben. Hunderte Ideen.
Rock, Punk, Screamo, NDW, Chanson, Weltmusik, Jazz, Anime, Electronica, Funk, Trip-Hop, Deep House und wahrscheinlich noch ein paar Genres, für die wir erst einen Namen erfinden müssen.
Bruno schreibt. Anna singt. Ich sage viel zu häufig:
„Noch einmal – aber diesmal völlig anders.“
Und irgendwo dazwischen entsteht WIWI RECORDS.
Was als Experiment angefangen hat, ist inzwischen ein kleines musikalisches Universum geworden.
Und fertig? Ganz sicher nicht.
Denn erfahrungsgemäß dauert es nur ein paar Tage, bis wieder dieser Satz fällt:
„Bruno, wollen wir wieder ein Album machen?“
Ulli Wirrwa
AI-assisted Music Producer · Visual Storyteller · WIWI RECORDS
Photography is painting with light.
Music is movement in emotion.